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VDZ Online Publishers Tour @Vox Media: „What we do is purely digital“

Schlagwörter: Allgemein, Executive Consulting, Graffiti, Graffiti AdSales, MediaMillion AdSales, MediaMillion Diamond Server, MediaMillion Executive Elements, SalesLounge, VM-A Anzeigensystem

Besuch bei Vox Media, einem schnell wachsenden „Purely Digital“-Publisher mit Fokus auf Lifestyle-Marken (z.B. The Verge, Eater, Curbed, Vox u.a.) für passionierte/junge/smarte Zielgruppen. Meeting mit Lockhart Steele, Vice President of Editorial und Kollegen.

Vox Media startete als eine Blogging Company und versteht sich auch heute noch als Startup. Es werden 100 Mio User erreicht, und zwar zu fast gleichen Anteilen über Direct, Search, Social und Referrer. Der Traffic verteilt sich zu 2/3 auf Mobile und 1/3 auf Online. 

„The technology stack is our base“.

Des Pudels Kern bei Vox ist, dass die Softwareumgebung namens „Chorus“, auf der die Publikationen betrieben werden, von 64 festangestellten Mitarbeitern selbst hergestellt wird (Konzeption, Entwicklung, Designer, QA, Betrieb, Usersupport) und man so unabhängig ist von den Entwicklungszyklen des Herstellers eines zugekauften Systems. So werden im agilen Prozess beispielsweise 70-100 Updates veröffentlicht und eingespielt – pro Woche! Um auf die nach ein paar Jahren derart erreichte Zahl an Updates zu kommen, hätten einige unserer Kunden bei muellerPrange bereits im Pleistozän damit beginnen müssen.

Responsive Site für alle digitalen Kanäle

„Wir hatten Mobile-Seiten, Webseiten, Apps… heute haben wir EINE topmoderne, voll-responsive HTML-5-Webseite“: Der Erfolg gibt Vox Media Recht. Für Technikverliebte: Die Rubrik „Fanboy“ zeigt plattformtreues responsive-Design (Gadgets schauen auf einem Mac aus wie auf einem Mac und unter Windows aus wie Windows) und zeigt auch ansonsten, wie eine Website heutzutage „magazine-experience“ bieten kann.

Vox Chorus

Chorus, das selbst entwickelte Content Management System von Vox Media

Der einzelne Artikel ist das Medium

Weitere technische Besonderheit: Die redaktionelle Homepage hat kein festes Layout und keine feste Reihenfolge von Inhalten – bis vor kurzem hat noch überhaupt keine als solche existiert, der Fokus lag ausschließlich in den (fast blogartigen) Einzelbeiträgen. Denn diese werden und wurden über die vielfältigen Social-Media-Kanäle nach allen Regeln der Kunst distribuiert. Wer besucht schon die Homepage, ist die Devise, De-Aggregation und Un-Bundling ist das Rezept. Heute wird die Homepage über einen Algorithmus gelayouted – Faktoren dabei sind Anzahl Shares, Views, Likes, Resonanz in Social Media, und eben nicht das Bauchgefühl eines Chefredakteurs oder das Ästhetikgefühl der Art Direction.

Bereitstellung von Zusatznutzen

Redaktionelle Besonderheit: „Cardstacks“ ist ein lexikonartiger Nachschlagebereich im Aufbau, der der Zielgruppe Hintergründe zu Themen erklärt, die wiederum im Kontext aktueller Artikel stehen (beispielsweise Bitcoin, Klimawandel usw.)

Sonstige Takeaways:

  • Pro Titel 25-50 Redakteure
  • Insgesamt 400 Vollzeit-, 100 Teilzeit- und 800 Freelance-Kräfte.
  • „The Verge is basically built on video“: Bewegtbild als Traffictreiber.
  • Eigenes Filmstudio mit eigener Belegschaft im Haus.
  • Community-Content in eigenem Bereich; wenn geeignet, werden User-Beiträge gegen Bezahlung in den Hauptmantel gehoben.
  • Die Titel von Vox Media verstehen sich als 3rd oder 4th Screen

Zukunftsperspektive

Besondere Geschäftschancen werden durch die Abwanderung von TV-Inhalten von der Plattform „Kabel“ oder „Satellit“ in die Plattform „Web“ erwartet („the cord-cutting-trend“), was Vox Media dann den direkten Wettbewerb mit diesen tradierten Anbietern ermöglicht.

Die Wirtschaftlichkeit in der Gegenwart

Fast schon unglaublich, wie virtuos und unter welchen Ablenkungsmanövern (wiederholten) Fragen nach Umsatz und Profitabilität ausgewichen wurde. Erfahren haben wir dazu nichts. Jedenfalls ist das Erlösmodell eher klassisch, nämlich Einnahmen durch Werbung und alle Arten von Sponsoring und deren Verästelungen wie Native Advertising und so weiter.

Vox Zielgruppen

Die Zielgruppen, die Vox gewinnbringend der werbungtreibenden Wirtschaft zugänglich machen will.

Fazit

Ein hoch vibrierendes junges Unternehmen mit Spirit und Leidenschaft, das in der Zukunft beweisen muss, dass es sich bei der Vereinnahmung von Werbe- und Sponsorengeldern ähnlich smart anstellt wie bei allem anderen.

Interview

Ein Interview mit Lockhart Steele vom Tour-Teilnehmer Dr. Wolf Siegert kann man hier anhören.

In eigener Sache

Erfolg im crossmedialen Anzeigen-Business mit System in der Media-Cloud von mROBOTA:

  • Verkaufsimpulse werden vom MediaMillion Diamond-Server generiert.
  • Verkaufschancen werden mit MediaMillion AdSales bis zum Auftragsabschluss entwickelt.
  • Gewonnene Aufträge werden organisatorisch mit MediaMillion AdOps und kaufmännisch mit VM-A abgewickelt – nahtlos und synchron.
  • Alternativ zur High-End-Lösung MediaMillion unterstützt die Social-CRM-Sales-App Graffiti den jungen, agilen crossmedialen Anzeigenverkauf.

Bitte treten Sie bei Bedarf mit uns in Kontakt!

Über Helmut Müller

Seit 1984 bin ich digital. Von mir entworfene CRM-, Abwicklungs- und Informationssysteme laufen täglich auf mehreren tausend Arbeitsplätzen bei Medien-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Die Potenziale vernetzter Daten faszinieren mich. Ich komme aus der Praxis, nicht aus der IT und bin als Querdenker geschätzt und gefürchtet. Mit mROBOTA berate ich Führungskräfte bei der Umsetzung von Digitalisierungs-Strategien und bei der Auswahl vorwärtstreibender Tools und Technologien.