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VDZ Online Publishers Tour @Domino: Content + e-Commerce: „Business first“

Schlagwörter: Allgemein, Executive Consulting, Graffiti AdSales, MediaMillion AdSales, MediaMillion Diamond Server, MediaMillion Executive Elements, SalesLounge, VM-A Anzeigensystem, VM-L Lesersystem

Besuch bei Domino, einem Condé Nast Spin Off, das die Einrichtungs-bzw.Designzeitschrift und -plattform Domino publiziert, über die die Einrichtungsgegenstände der Begierde auch gleich gekauft werden können: Die Verbindung von Publikation mit e-Commerce. Meeting mit Cliff Sirlin, CEO und Co-founder, der auch sonst eine Persönlichkeit mit offenbar starker Unternehmertum-Ader ist („identifying business opportunities that others don´t see“)

Das ursprüngliche Magazin Domino im Verlag von Condé Nast positionierte sich in den 0er Jahren als „kleine Schwester“ von Architectural Digest, cooler, jünger, hipper, und erreichte 1 Mio. Abonnenten (!) und erwirtschaftete 25 Mio $ an Anzeigenumsätzen – fiel aber einer von McKinsey ausgelösten Restrukturierung zum Opfer, die durch den Beginn der Wirtschaftskrise 2008 ausgelöst wurde. Die neue „Domino Media Group“ ist ein Startup im Besitz der drei Gründer und einer Minderheitsbeteiligung von Condé Nast und publiziert Domino als Magazin sowohl als gedrucktes Heft, im Web und als App.

Content + Commerce: Linking Manufacturers to Customers

„Content + Commerce“ ist die Devise, connect the dots, connect the buttons, linking manufacturers to customers. Es handelt sich bei Domino also nicht um einen redaktionellen Selbstverwirklichungs-Workshop, sondern um „business first“: Die von der Redaktion ausgesuchten und schick präsentierten Einrichtungsideen kann der Leser sofort bei Domino bestellen. Dabei fungiert Domino als „Universal Shoppingcart“, das heisst, der Leser merkt nicht, dass er die Artikel in seinem Warenkorb von mehreren Lieferanten geliefert bekommen wird, er bestellt bei Domino, er bezahlt bei Domino, er reklamiert bei Domino – es handelt sich bei Domino und domino.com also nicht um ein schnödes Affiliate-Modell, sondern um ein „next generation business model“ lt. Sirlin, das im Übrigen auch die Versandkosten (auf Kosten der Rendite) enthält. Auch die Auslieferung soll zukünftig über Domino laufen, indem die von den Herstellern geschickten Waren umgepackt, Domino-gebrandet und an den Kunden spediert werden.

Domino Commerce

Content + Commerce: Der Domino Marktplatz

Aufgrund der Einkaufskonditionen kann Domino 100% auf den EK aufschlagen, abzüglich Schwund durch Zahlungsausfälle, Kulanz, Versand usw. bleibt eine stattliche „gross margin“ von ca. 40%.

Print-Erlös „Copypreis“

Das Heft selbst wird übrigens mitnichten verschenkt oder billig abgegeben: Es kostet 11,99 $ bei einer vierteljährlichen Auflage von 250.000 Exemplaren – es gibt keine Discounts für den Heftbezug, auch nicht im Abo.

Crossmediale Anzeigenerlöse

Auch der Anzeigenumsatz wird nicht auf der Straße liegengelassen. Auch bei „native advertising“ oder sonstigen Sponsormodellen gibt es keine falsche Scham, es wird fallweise entschieden, wobei die Redaktion (auch hier wie bei Time Inc.) an Business berichtet.

Die Erlösverteilung: 70% Media-Business, 30% eCommerce, wobei letzteres langfristig stark wachsen und Erlösanteile gewinnen soll. Domino ist mit 5 Mio $ kapitalisiert und 1 Jahr nach Gründung „near profit“.

Die Fanbase

430.000 Newsletterempfänger, 250.000 Heftbezieher, 500.000 Web Unique Visitors mit 1.200.000 Page Views, 350.000 Social-Media-Followers.

the domino reader

Soziodemografie der Domino-Leser

Der weitere Plan:

Ein Designer-Marktplatz, in dem sowohl 350.000 in USA aktive professionelle Innenarchitekten buchbar sind, in dem aber auch User-Generated-Gestaltungsvorschläge gegen Honorar an die Frau / den Mann gebracht werden sollen – „will be a big revenue opportunity“.

Interview

Ein Interview mit Cliff Sirlin vom Tour-Teilnehmer Dr. Wolf Siegert kann man hier anhören.

In eigener Sache:

Eine perfekte ganzheitliche Lösung für das Geschäft mit Leser- und Anzeigenkunden gibt es mit den Lösungen VM-A und VM-L in der Medien-Cloud von mROBOTA.

Das System VM-L ist in der Lage, sich mit Shop-Lösungen wie Shoppable und anderen zu verbinden und kann somit Leserprofile aus dem Kaufverhalten abbilden und die Leseraufträge aus dem Shop im Auftragsmanagement abbilden.

Die Entwicklung von crossmedialen Anzeigenaufträgen war noch nie so effizient und effektiv wie mit den Spezial-Anwendungen der MediaMillion-Familie, ebenfalls in der Medien-Cloud von mROBOTA.

Bitte kommen Sie bei Bedarf mit uns in Kontakt!

Über Helmut Müller

Seit 1984 bin ich digital. Von mir entworfene CRM-, Abwicklungs- und Informationssysteme laufen täglich auf mehreren tausend Arbeitsplätzen bei Medien-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Die Potenziale vernetzter Daten faszinieren mich. Ich komme aus der Praxis, nicht aus der IT und bin als Querdenker geschätzt und gefürchtet. Mit mROBOTA berate ich Führungskräfte bei der Umsetzung von Digitalisierungs-Strategien und bei der Auswahl vorwärtstreibender Tools und Technologien.