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Anzeigensysteme der Zukunft: 17 Themen.

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Seit vielen Jahren beschäftigen mich die Themen CRM und Auftrags-Management in Medien-Unternehmen, mein Spezialgebiet ist der Bereich Anzeigen.

Es vergeht kein Tag, an dem nicht über das Thema Wandel und Digitalisierung gesprochen wird. So auch hier 😉 

Für alle, die sich vom Verlag zum Kommunikationsdienstleister wandeln wollen oder müssen, gilt, dass sich das Geschäft, die angebotenen Kommunikationsleistungen und Werbeformen, die Organisationsformen, die Prozesse verändern werden.

Und, da Technik und Technologie die Treiber und Träger sind, sind auch die Anzeigensysteme betroffen. Stichwortartig fallen mir folgende Themen ein, auf die zukünftige Systemwelten bestmögliche Lösungsantworten geben müssen:

  1. Laufend müssen neue Werbeformen und Kommunikationslösungen in Kombination mit tradierten Formaten vermarktet, verkauft, realisiert und abgerechnet werden.
  2. Daten- und leistungsbasierte Bestell- und Bezahlmodelle sind da und kommen auch in Print (Programmatic).
  3. Verkauf, Realisierung und Abrechnung mehrkanaliger Kommunikationslösungen werden zu teamübergreifender Zusammenarbeit.
  4. Zukünftige zentrale Vermarktungs-Dienstleister müssen mit eigenen Sales-Teams synchronisiert werden.
  5. Die kaufmännische Anzeigen-Abwicklung wird automatisiert oder an ein Shared Service Center ausgelagert.
  6. Die Auftraggeber werden in die Prozesse einbezogen (Customer Self Service, Procurement-Bots).
  7. Praktisch alle Arbeitsschritte / Prozesse und Belege werden zuerst standardisiert, dann automatisiert. Das ist das Wesen der Digitalisierung.
  8. Manuelle Erfassungsarbeiten werden zugunsten der Automatisierbarkeit zunehmend eliminiert oder auf Konfliktbereinigung reduziert.
  9. Lästige Datenredundanzen aufgrund nicht-kooperativer Silos stehen Kostenvorteilen im Weg und werden eliminiert.
  10. Daten fließen zunehmend über die Grenzen von Systemen, Abteilungen und Unternehmen hinweg.
  11. Die Systeme werden grenzenlos kooperativ und stimmen sich durch Funktionsaufrufe untereinander ab (APIs).
  12. Moderne Mitarbeiter, agile und vernetzt agierende Teams verlangen nach einer zeitgemäßen User Experience der Systeme.
  13. Geographische Skalierbarkeit: Die betriebenen Systeme müssen internationalisierte Vermarktungs- und Abwicklungsszenarien unterstützen können.
  14. Synergien: Die Systeme müssen für den plattformartigen Betrieb beliebig vieler teilnehmender Medienhäuser offen sein.
  15. Gemanagte Cloud-Umgebungen und Plattformen garantieren die Verfügbarkeit der Systeme und ermöglichen die hürdenlose Nutzung durch vernetzte Menschen und Maschinen.
  16. Wirtschaftlichkeit: Eigenentwicklungen halten mit der Rasanz der Veränderungen nicht mehr Stand und werden durch Plattform-basierte Standardlösungen ersetzt.
  17. Verlässlichkeit: Systemtechnologien und -anbieter müssen für eine langfristig angelegte Zusammenarbeit geeignet sein. Kurzfristiges Profitstreben seitens Anbieter oder technologische Strohfreuer sind kontraproduktiv: Disruptionen kommen schnell, aber der Prozess der nachhaltigen Evolution und Anpassung ist ein Marathonlauf, kein Sprint.

Fallen Ihnen noch weitere Herausforderungen ein? Ich ergänze die Aufstellung gerne und freue mich auf Ihre Kommentare oder Ihren Kontakt.

Im nächsten Beitrag werde ich konkrete Gedanken zu modernen betriebswirtschaftlichen Anzeigensystemen mit Ihnen teilen.

Über Helmut Müller

Helmut Müller ist Produzent von betriebswirtschaftlichen Prozessmanagement- und Informationssystemen für Medien, Handel und Dienstleistung, die täglich auf vielen tausend Arbeitsplätzen eingesetzt werden. Sein Schaffen fokussiert die vielfältigen Nutzen von verknüpften Daten. Helmut Müller ist verantwortlich für Strategie + Evolution bei muellerPrange, ist Gründer des Mediendienstleisters mROBOTA und ist Executive Consultant für Führungskräfte in Medienunternehmen.